Führung und Sport

Führung und Sport!
Ein Bericht von Michael Peitz.
Am Wochenende ging es für mich um Handball.
Genauer gesagt: um junge Schiedsrichter/innen zwischen 17 und 23 Jahren.
Ich durfte bei einer Talentsichtung einen Workshop zur Kommunikation mit Spielbank und Trainer/innen begleiten.
Und während wir darüber gesprochen haben, wie man auf dem Spielfeld klar bleibt, dachte ich immer wieder:
Das ist ziemlich nah dran an Führung im Unternehmen.
Denn auch Führungskräfte stehen oft mitten im Geschehen.
Sie müssen Entscheidungen treffen, obwohl nicht alle Informationen perfekt sind.
Sie bekommen Rückfragen, Widerstand, Emotionen.
Und manchmal auch den Wunsch des Gegenübers, doch bitte alles noch einmal ausführlich zu begründen.
Genau da wird Kommunikation anspruchsvoll.
Klarheit heißt nicht, hart zu sein.
Augenhöhe heißt nicht, jede Entscheidung wieder aufzumachen.
Transparenz heißt nicht, sich permanent zu rechtfertigen.
Im Sport wie im Business braucht es Menschen, die ansprechbar bleiben und trotzdem ihre Rolle halten.
Das klingt einfach. Ist es aber nicht.
Denn gerade unter Druck zeigt sich, ob Kommunikation nur nett klingt — oder wirklich trägt.
Für mich war der Workshop ein starker Reminder:
Führung entsteht nicht dadurch, dass alle immer einverstanden sind.
Führung zeigt sich dort, wo Orientierung gebraucht wird.
Auch dann, wenn es unbequem wird.
Meine Frage zum Mitnehmen:
Welche Entscheidung verliert an Kraft, weil du sie zu oft erklärst?










